Atemschutzübung des Löschbezirks Mitte fordert Einsatzkräfte

Am Samstag, den 5. September 2026, führte der Löschbezirk Mitte der Feuerwehr Heusweiler eine umfangreiche Zugübung unter dem Schwerpunkt Atemschutz durch. Ziel der Übung war es, möglichst viele Atemschutzgeräteträger unter realitätsnahen Bedingungen in das Einsatzszenario einzubinden und gleichzeitig wichtige Abläufe bei einem größeren Gebäudebrand zu trainieren. Das Übungsobjekt war ein dreigeschossiges Wohngebäude, in dem derzeit Renovierungsarbeiten durchgeführt werden. Angenommen wurde ein durch einen Brandstifter verursachtes Feuer im Treppenhaus. Die Lage entwickelte sich schnell zu einem anspruchsvollen Gebäudebrand. Besonders herausfordernd: Acht Personen wurden im Gebäude vermisst. Die Menschenrettung musste unter Einsatz verschiedener Rettungswege erfolgen. Neben mehreren Trupps im Innenangriff kamen Steckleitern und die Drehleiter zum Einsatz. Zusätzliche Schwierigkeit für die eingesetzten Atemschutztrupps war die Situation im Gebäudeinneren. Teile der Treppe waren durch den angenommenen Brand bereits stark beschädigt, teilweise weggebrochen und eingestürzt. Dadurch waren die Einsatzkräfte bei der Suche und Menschenrettung mit erschwerten Bedingungen konfrontiert. Neben der taktischen Zusammenarbeit stand insbesondere die Ausbildung und Einsatzroutine der Atemschutzgeräteträger im Mittelpunkt. Jeder Atemschutzgeräteträger muss jährlich eine Einsatzübung oder einen realen Einsatz unter Atemschutz nachweisen. Darüber hinaus ist innerhalb eines Jahres eine entsprechende Belastungsübung zu absolvieren. Regelmäßiges Training ist damit ein wichtiger Bestandteil, um auch unter körperlich und psychisch anspruchsvollen Bedingungen sicher und effektiv arbeiten zu können. Ein herzliches Dankeschön gilt dem DRK-Kreisverband Saarbrücken, der das Gebäude für die Übung zur Verfügung gestellt hat. Das Objekt wird zukünftig als Geschäftsstelle des Kreisverbandes genutzt. Solche Übungsmöglichkeiten sind für die Feuerwehr besonders wertvoll, da sie es ermöglichen, Einsatzszenarien unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren und die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzkräfte weiter zu festigen. Üben, um im Ernstfall sicher und professionell helfen zu können.
Geschrieben von Andreas Kasper am Montag, 07. September 2026. Fotos: Andreas Kasper